Marktsituation Getreide

Kleine Körner

Das Wetter ist schuld … das kann man schnell behaupten, doch im Falle der Lage am deutschen Getreidemarkt ist das keine faule Ausrede, sondern die schlichte Wahrheit. Erst ein langes kaltes Frühjahr, dann andauernde Trockenheit und Hitze und obendrein noch jede Menge heftige Unwetter. Schon jetzt ist klar, dass vielerorts die Getreidekörner außergewöhnlich klein bleiben werden und das ergibt wenig Mehl, weniger, als man zunächst erwartet hatte, beim Verband Deutscher Mühlen e.V., der jetzt diese Beobachtungen veröffentlicht hat. Schon jetzt, so die Experten, treiben die geringen Ernten in anderen Ländern die Preise auch in Deutschland in die Höhe. Noch dazu geht deutsches Getreide immer häufiger in die Bio-Treibstoff-Produktion. Deutlich steigende Getreideexporte, bedingt durch den schwachen Euro, verknappen das Angebot weiter. Mehl, so viel steht fest, wird teurer werden. Trotzdem, so betont man beim Verband, ist es eines der günstigsten Lebensmittel. Auch wenn die Preise mal steigen, muss niemand deswegen kleine Brötchen backen!

27.08.2010